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Liebe Leserin, lieber Leser,

hochverehrte Interessenten!

Meine Homepage besteht nunmehr seit fast sechs Jahren, und wir nähern uns nunmehr der stolzen Zahl von über 32Tausend Besuchern! 

Herzlich Willkommen!

Wer mich an dieser Stelle erreicht, kann a.): mit dem Internet umgehen und b.): lesen, und höchstwahrscheinlich auch schreiben.

Trauen Sie sich, schimpfen Sie sich den Frust von der Seele.

Dann wäre ein Ziel dieser Schreiberei erreicht.

 

Die Artikel und Berichte sind teilweise entnommen aus "Bild der Wissenschaft", "Öko-Test", "Der freie Arzt", "Natur und Heilen", medizinische Fachzeitschriften und Veröffentlichungen in Fach- und Fortbildungszeitschriften für Heilpraktiker und Ärzte, sowie "codecheck", footwatch und Infos aus der forschenden Industrie. Und immer wieder: Cochrane Institute am Haymarket in London.

Und nicht zu vergessen: Die seit fast 45 Jahren gesammelten Sprüche und Weisheiten meiner Patienten!

Damit Sie stets auf dem Laufenden sind, möchte ich Ihnen an dieser Stelle alle Neuigkeiten auf einen Blick zur Verfügung stellen. Erfahren Sie von neuen Methoden und Veranstaltungen, oder informieren Sie sich über aktuelle oder geänderte Öffnungszeiten in den Ferien.

 

Leider Übernimmt das Programm nicht alle Fotos und Graphiken! Schade.

 

 

Rolf O. Flach, Heilpraktiker Ulmer Str. 150          86156 AUGSBURG                                                      Tel.: 0821-441155 e-mail: rolfoflach@t-online.de           Im September 2021

 

Verehrte Patientin, lieber Patient,

aufgrund vieler Nachfragen versuche ich Ihnen heute einmal den „Kreislauf und die roten Blutkörperchen“ näher zu bringen. Jeder weiß, was das ist, aber wie, wo und warum, das ist kaum bekannt. Ein Artikel in bild der Wissenschaft von Dr. Jürgen Brater hat kräftig mitgeholfen:

In jeder Sekunde erzeugt unser Knochenmark nicht weniger als zwei Millionen rote Blutkörperchen (Erythrozyten). Wäre jedes von ihnen ein Grashalm, könnte man mit den an einem einzigen Tag neu gebildeten Exemplaren rund 1000 Fußballfelder begrünen. Unter dem Mikroskop sehen die Erys aus wie kleine, in der Mitte eingedellte Scheiben, die so winzig sind, dass sie auch die allerfeinsten Blutgefäße, die Kapillaren, passieren können, ohne darin stecken zu bleiben. Immerhin sind diese Kapillaren dünner als ein menschliches Haar. Doch ihre Winzigkeit gleichen die roten Erys durch ihre gewaltige Menge mehr als aus: Ein einziger Teelöffel Blut – er fasst circa fünf Milliliter Flüssigkeit – enthält etwa 25 Milliarden Stück. Geht man von einer mittleren Körperblutmenge eines Menschen von 5 Litern aus, ergibt sich die unvorstellbare Zahl von 25 Billionen. Damit machen die winzigen Körperchen rund 45 % des gesamten Blutvolumens aus. Könnte man alle Blutkörperchen eines durchschnittlich großen, schweren Mannes nebeneinander legen, würden sie eine Fläche von circa 3500 Quadratmetern bedecken. Hintereinander aufgereit ergäbe sich eine Strecke von annähernd 200 000 Kilometern, was dem fünffachen Erdumfang entspricht. Und aufeinander gestapelt entstünde ein Turm von sage und schreibe 60 000 km Höhe! Dass die Winzlinge „Körperchen“ und nicht „Zellen“ heißen, liegt daran, dass sie im Zuge ihrer Entwicklung ihren Kern und damit auch die darin enthaltene DNA (Desoxyribonukleinsäure – Träger der genetischen Information) sowie sämtliche anderen für eine Zelle charakteristischen Bestandteile (Organellen) ab-stoßen – im Gegensatz zu ihren weißen Kollegen übrigens (Lymphozyten), die zeitlebens alle typischen Zellmerkmale beibehalten.

Dass die Erythrozyten auf alles, was sie zu einer veritablen Zelle machen würde, verzichten, ist für uns von großem Nutzen. Denn so ist im Inneren jedes einzelnen von ihnen Platz für nicht weniger als 250 Tausend kompliziert aufgebaute Hämoglobin-Moleküle. Deren Aufgabe ist es, in der Lunge Sauerstoff aufzunehmen, es während der Reise durch den Körper fest an sich zu binden und im Gewebe - dort wo die Zellen es für ihren Betrieb dringend benötigen – wieder abzugeben und dafür das dort in großen Mengen anfallende Kohlendioxid aufzunehmen. Das tauschen sie wieder gegen Sauerstoff ein, sobald sie auf ihrer Reise erneut in der Lunge ankommen. Für einen kompletten Rundlauf Lunge – Herz – Arterien – Kapillaren - Venen - Herz – Lunge braucht so ein kleines Partikel rund eine Minute. Dass das Ganze ein überaus anstrengender Job ist, kann man sich vorstellen. Daher verwundert es nicht, dass ein rotes Blutkörperchen den ständigen Be- und Entladestress nur etwa vier Monate aushält. Danach ist es erschöpft – es wird in der Leber oder Milz abgebaut und durch ein im Knochenmark neu gebildetes ersetzt.

Zwischendurch ein Müsli-Rezept nach dem Krebsforscher Prof. Dr. Rau: ZITRONENSMOOTHIE: 1/2 Bio-Zitrone mit Schale + Obst und Gemüse der Saison + 1 Prise Vit. C + etwa Wasser Pürieren und noch 1 bis 2 EL Leinöl und 1 Messlöffel Lecithin (z.B. EPALIPID) hinzufügen. Fertig.

Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!

Erkenntnis eines Patienten: Wenn Du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, durch Anreize gelockt, belogen, gezwungen, gemoppt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert wirst – wenn dies alles als notwendig erachtet wird, um Deine Zustimmung zu erlangen, kannst Du Dir absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, NICHT zu Deinem Besten ist!

Schmerzmittel aus Sonnenblumen:

Die Sonnenblume (Helianthus tuberosus) wird in der traditionellen Medizin seit Jahrhunderten gegen Entzündungen und Schmerzen eingesetzt. Jetzt liefert sie einen Grundstoff für ein neuartiges Schmerzmittel, das ähnlich wirkt wie ein Opioid, aber nicht süchtig macht oder berauschend wirkt. Möglich ist das durch ein modifiziertes Peptid der Sonnenblume, das an den Kappa-Opioid-Rezeptor von Nervenzellen binden kann. Dies verursacht eine Schmerzhemmung, führt aber anders als bei dem von Morphin und anderen Opiaten genutzten Mü-Opioid-Rezeptor nicht zur Abhängigkeit, wie Edin Muratspahic von der Medizinischen Universität Wien und sein Team berichten. Weil das Helianorphin genannte Peptid die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann,bleiben die sonst üblichen neuropsychologischen Nebenwirkungen solcher Kappa-Rezeptoren-Wirkstoffe aus. „Dieser Wirkstoff erwies sich als unser Top-Kandidat für ein neuartiges Schmerzmittel, besonders für Schmerzen im Magen-Darm-Trakt oder in den peripheren Organen“, sagt Muratspahics Kollege Gruber.

130 Jahre alt könnten manche Menschen noch in diesem Jahrhundert werden, wie Forscher der University of Washington ermittelt haben.Währen heute weltweit nur rund 300 – 450 Personen leben, die älter als 110 Jahre sind, steigt die Lebenserwartung weiter.Bis zum Jahr 2100 wird es daher mehr als solcher „Supercentenarians“ geben, darunter auch Menschen mit einer Lebensdauer von über 125 Jahren. Der Altersrekord der Französin Jeanne Calment, die 1997 mit 122 Jahren starb, wird demnächst mit Sicherheit fallen.

Zum guten Schluss noch einige Tipps für meine Colon-Hydro-Therapie Patienten über Ernährung mit „Ballast-Stoffen“ zur Stärkung nach Darmkrankheiten. Pro Tag sollte jeder gesunde Mensch 30-40 Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen. Neben Vollkorn-produkten, Obst und Gemüse enthalten auch Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Samen große Mengen an Ballaststoffen. Obwohl das Wort „Ballast“ im Namen eher nach dem Gegenteil klingt, können die größtenteils unverdauliche Ballaststoffe verschiedene Vorteile haben: 1. Sie vergrößern das Nahrungsvolumen ohne den Energiegehalt stark zu erhöhen. Ballaststoffe sind zwar nicht völlig kalorienfrei, haben aber nur einen geringen Brennwert. Im Magen können sie Wasser aufnehmen und durch Quellung und Volumenzunahme ein stärkeres Sättigungsgefühl begünstigen. 2. Ballaststoffe senken die glykämische Last der Nahrung. Kohlehydrate aus ballaststoffreichen Lebensmitteln werden im Darm langsamer aufgenommen und der Blutzuckerspiegel steigt weniger schnell an. Das trägt zur Vermeidung von Heißhunger bei. 3. Ihre Fähigkeit, Wasser zu binden hat auch im Darm Vorteile. Dort sorgen sie für eine Zunahme des Stuhlvolumens. Dies wiederum regt die Darmtätigkeit an. Bei einer ballaststoffreichen Ernährung muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden! 4. Sie bieten Nahrung für die wichtigen Darmbakterien. Eine Reihe der Stoffe werden durch die im Darm lebenden Mikroben fermentiert. Dabei entstehen stoffe wie kurzkettige Fettsäuren, die den Darmzellen als Energieträger dienen. Damit tragen sie zur Ernährung der Schleimhaut-Zellen bei. Zusätzlich sorgen die richtigen Ballaststoffe dafür, dass sich diese Bakterien pudelwohl fühlen und sich besser vermehren können. Fragen sind jederzeit hochwillkommen! Rufen Sie an!!! Hoffentlich hatten sie Ihren Spass bei der Lektüre, wenn nicht, dann reklamieren sie LAUTSTARK!!! Alles Gute – bis bald! Rolf O. Flach Heilpraktiker

 

 

 

 

 

Rolf O. Flach, Heilpraktiker Ulmer Str. 150       86156 AUGSBURG

Tel.: 0821 – 44 11 55                                     e-mail: rolfoflach@t-online.de

Im August 2021

 

Liebe Patientin, verehrter Patient, In dieser August-Ausgabe werde ich mich besonders mit neuen Nachrichten aus der Pflanzen-Forschung und Tipps für den gesunden Alltag befassen – viel Vergnügen:

Milde Blutdrucksenker aus der Heilpflanzenkunde werden als sogenannte Antihypertensiva bezeichnet und wirken sowohl vorbeugend als auch sanft regulierend auf den Bluthochdruck. Nun haben Wissenschaftler der University of California herausgefunden, wie jener antihypertensive Effekt zustande kommt: Spezifische Substanzen dieser Heilpflanzen aktivieren einen ganz bestimmten Kaliumkanal in den Blutgefäßen (KCNO5), die sich in der Folge entspannen können – worauf sich der Blutdruck senkt. Überraschenderweise zeigte in der Studie Lavendel (Lavandula angustifolia) die stärkste aktivierende Wirkung auf den Kanal, gefolgt von Fenchelsamen (Foeniculi fructus) und Kamille (Matricaria Chamomilla). Tipp: Wie wäre es mit einem Tee-Aufguss aus drei gleichen Teilen dieser Pflanzen?

Gilt es, Krankheitserreger im Alltag zu reduzieren, hat sich das regelmäßige Waschen mit Wasser und Seife (möglichst ohne Zusätze!) am besten bewährt – schrubben mit Seife wirkt tatsächlich effektiver als ein Handdesinfektionsmittel, so ein Gutachten von Dr. Roland Newman von der Penn State Health University. Beim Händewaschen mit Seife werden alle Schmutzpartikel und Keine im Schaum gebunden und dann weggespült. Es sei jedoch notwendig, mindestens 20 Sekunden kräftig zu schrubben, wobei die Temperatur des Wassers keine Bedeutung hat. Der Wissenschftler gibt noch einen Tipp: Wer dabei keine Uhr im Blick hat,sollte das Händewaschen so lange ausführen, wie er braucht, um das Alphabet aufzusagen.

Ich berichtete erstmals im Jahr 2002 über das Brustkrebsrisiko bei Hormonersatz-Therapie bei Frauen. Die darauf folgenden Telefongespräche waren weder sachlich noch freundlich – von der entsprechenden Seite und meist anonym. Immerhin, ich lebe noch, trotz einer hellseherischen Prophezeiung.Nun erschien vor wenigen Monaten in der Fachpresse wiederum ein Artikel über diese Therapie, den ich der Einfachheit halber abschreibe: Seitdem im Jahr 2002 die Studien-Ergebnisse der WHI (Women´s Health Initiative) publiziert wurden, ist bekannt, dass Frauen, die wegen Wechseljahresbeschwerden Hormonpräparate nehmen, ein höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken – insbesondere bei der Kombination von Östrogen und Gestagenen. Diese Erkenntnisse wurden nun in einer internationalen Studie bestätigt, die im Fachmagazin Lancet veröffentlicht wurde. Für die jüngste Meta-Analyse wurden von einer Expertengruppe von der Universität Oxford 58 Studien mit den von 500-Tausend Frauen ausgewertet. Über die Langzeitfolgen einer Hormontherapie hatten bis dato keine Kenntnisse vorgelegen, man war jedoch davon ausgegangen, dass das Risiko einige Jahre nach dem Einahmestopp auf ein normales Maß sinke. Nun stellten die Forscher fest, dass die Gefahren einer Erkrankung selbst noch nach dem Absetzen der Medikamente existiert. Wurden die Frauen länger als 5 Jahre mit den Hormonen behandelt, stieg das Risiko zusätzlich. Ein weiterer Einflussfaktor auf eine mögliche Brustkrebs-Erkrankung ist das Gewicht der Frauen. Zwei Drittel aller Tumore bilden sich östrogenabhängig. Da im Fettgewebe von übergewichtigen Frauen jenes Hormon hergestellt wird, steigert Adipositas das Brustkrebsrisiko auch bei Frauen, die keine Hormone einnehmen – wobei eine zusätzliche Hormongabe das Risiko weniger stark erhöht als bei schlanken Frauen. Von den 20 Millionen Brustkrebs-Erkrankungen, die seit 1990 in den westlichen Ländern auftraten, sollen etwas 1 Million durch die Hormon-Therapie verursacht worden sein. Ende des Lancet-Berichts.

Das verdrängte Herzmittel: Medizinskandal Strophanthin: Kein anderes Herzmittel wurde in Deutschland so erfolgreich eingesetzt wie Strophanthin (Strodival in der Apotheke -rezeptpflichtig?). Bis in die 1980er Jahre rettete es zahlreichen herzkranken Menschen das Leben.Das Mittel galt als „Milch der alten Leute“, denn die Substanz aus der milchsaftführenden Schlingpflanze Strophanthus stärkte das altersschwache Herz und zeigte eine überragende Wirkung bei Angina-Pectoris-Beschwerden und Herzinfarkt – und das ohne besonders teuer zu sein oder gar Nebenwirkungen zu haben (allerdings von der Dosis abhängig – d. Verfasser). Doch trotz seiner therapeutischen Erfolge verschwand Strophanthin aufgrund von Marktinteressen großer Pharmaunternehmen aus dem medizinischen Alltag. Heute wenden nur noch vereinzelt aufgeschlossene Ärzte das lebensrettende Mittel an. Wird es nicht Zeit für eine Rehabilitierung des potenten Wirkstoffs? Zitat von Prof. Dr. Ernst Edens (1876 – 1944): „Es ist ein Kunstfehler, schwer Herzkranken kein Strophanthin zu verabreichen, da dieses auf scheinbar wundersame Weise sicher und nebenwirkungsfrei wirkt!“ Eine Ärzteliste finden Sie auf der Webseite www.strophanthus.de, wo man nicht nur Näheres und Neues zum Thema Strophanthin erfährt, sonders auch auf Apotheken als Bezugsquelleen hingewiesen wird. Auch in der naturheikundlichen und homöopathischen Praxis greift man immer mehr zu Strophanthin-Präparaten. Gut ausgebildete und erfahrene Therapeuten und Therapeutinnen geben Ihnen sicher zufriedenstellende Auskunft.

Sie haben schon lange auf die „Sprüche der Patienten“ gewartet? Hier sind die neuen:

Altwerden ist voll sexy – man stöhnt mehr!“        „Nur weil er nicht mehr da ist, heißt das nicht, dass er nicht mehr da ist!“                                                „Ich bin gesund! Ich habe zu Hause sehr viel Platz – außer im Medizinschrank!“                                      „Ich kenne keine Freundschaft plus, sondern eine Ehe minus!“                                                                      „Die Jugend kommt nie zurück, das Alter aber auch nicht!“                                                                   „Lieber auf die Socken machen, als gleich die ganze Hose zu versauen!“                                              „Lieber Franzbranntwein als mit Franz zu zwein!“ „Lieber ´ne Bild-Zeitung kaufen als kein Klopapier benutzen!“                                                          „Bienen sind gar nicht so fleißig, die können nur nicht langsam fliegen!“                                                „Morgens beim Blick in den Spiegel: Ich kenn Dich zwar nicht, aber ich putz Dir trotzdem die Zähne“

Danke für Ihre Aufmerksamkeit, sollten Sie Fragen haben – stellen Sie sie!! Ihr Rolf O. Flach, Heilpraktiker r HeilpraktikerHei

Rolf O. Flach, Heilpraktiker Im Juli 2021 Ulmer Str. 150 /// 86156 Augsburg Tel.: 0821 – 44 11 55 ///e-mail: rolfoflach@t-online.de

Verehrte Patientin, lieber Patient,

Keine langen Vorreden, sparen wir Platz und Zeit – der folgende Artikel ist frisch und wenige Tage alt. Sie dürfen ihn kopieren und weitergeben. Lesen Sie ihn gründlich durch. Wenn Sie mehr Hintergrund benötigen – rufen Sie mich einfach an. Es geht los.

Inhaltsstoffe wie Parabene, Ethylhexyl Methoxycinnamate oder auch Benzophenone sind meist ganz klein gedruckt, jedoch in Cremes, Shampoos oder Schminke weit verbreitet. Sie dienen nicht nur als Konservierungsmittel, UV-Filter oder UV-Absorber, sondern können teilweise auch eine hormonähnliche Wirkung haben. Ist die Verwendung solcher Stoffe wirklich nötig? Was sind Hormone? Ohne Hormone würde in unserem Körper das Chaos ausbrechen, denn sie sind lebenswichtige Botschafter. Sie übermitteln Informationen von einem Organ oder einem Gewebe zum anderen. Dazu gehören beispielsweise das Stresshormon Adrenalin oder die weiblichen und männlichen Sexualhormone Östrogen und Testosteron. Der Hormonhaushalt unseres Körpers ist ein extrem fein abgestimmtes System. Deshalb können schon kleine Mengen hormonell wirksamer Stoffe, wie sie auch in unseren Kosmetika enthalten sind, zu Problemen bzw. Störungen führen. Was haben Hormone in unserer Kosmetik zu suchen? „Dass bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten eine hormonähliche Wirkung entfalten, ist in der Regel eher ein ungeplanter Nebeneffekt,” so Dr. Mandy Hecht, Chemikerin und Inhaltsstoffexpertin bei CodeCheck. „Stoffe wie Parabene dienen vor allem der Konservierung von Produkten, können gleichzeitig aber eben auch unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Mögliche Folgen können eine verminderte Spermienqualität, erhöhtes Risiko von Brust- und Hodenkrebs sowie Verhaltensstörungen bei Kindern sein.”

Auch bestimmte UV-Filter in Sonnencremes können das Hormonsystem beeinflüssen. Sie wandeln die gefährlichen UV-Strahlen auf der Haut um, stehen jedoch teilweise im Verdacht eine Wirkung im Körper zu entfalten, die Hormonen ähnlich ist. Damit können sie verschiedene Stoffwechselprozesse stören oder auch das Wachstum von Tumoren begünstigen. UV-Filter kommen nicht nur in Sonnenschutzprodukten vor. Sie sind als Produktschutz Bestandteil diverser Kosmetika. Von der Tagescreme, über den Badeschaum bis hin zum Make-up. Nach einer Untersuchung des BUND aus dem Jahr 2013, werden unter anderem folgende Stoffe in Kosmetika eingesetzt, für die es Hinweise auf eine hormonelle Wirksamkeit gibt:

Konservierungsmittel: Methylparaben, Propylparaben, Ethylparaben, Butylparaben

UV-Filter: Ethylhexyl Methoxycinnamate (OMC), 4-Methylbenzylidene Camphor, 3-Benzylidene Camphor

UV-Absorber: Benzophenone-1 und Benzophenone-2 Der Unterschied zwischen “EDC” und “EA”:

Stoffe, die das Hormonsystem beeinflussen, werden auch als „endokrine Disruptoren” (EDC) bezeichnet. Endokrine Disruptoren können die Wirkung von körpereigenen Hormonen beeinflussen, indem sie wichtige Botenstoffe blockieren oder deren Abbau, Aufbau und Transport stören. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden endokrine Disruptoren mit einer großen Reihe von Krankheiten in Verbindung gebracht. Dazu gehören unter anderem Brustkrebs, Diabetes, Asthma, Alzheimer, Parkinson, ADHS und Autoimmunerkrankungen. Auch eine verminderte Fruchtbarkeit sowie ein früheres Einsetzen der Pubertät können durch solche hormonell wirksamen Stoffe begünstigt werden. Die WHO hat hormonell wirksame Chemikalien 2013 daher als „globale Bedrohung“ bezeichnet.

Neben den endokrinen Disruptoren nach obiger Definition gibt es noch die sogenannten endokrin aktiven Substanzen (EA). Dies sind laut „Umweltbundesamt“ (UBA) Chemikalien, die ebenfalls mit der biochemischen Wirkweise von Hormonen interagieren. Im Gegensatz zu EDC’s ist es bei EA nach aktuellem Stand des Wissens (2021) jedoch noch unklar, ob diese Wechselwirkung zu einem schädlichen Effekt auf den gesamten Organismus führt oder nicht. Am 15. Juni 2016 legte die EU-Kommission einen Kriterienentwurf für EDCs vor. Der Kommissionsvorschlag sieht vor, Verbote nur auf solche Stoffe zu beschränken, die „nachweislich" schädliche Wirkungen auf Menschen und andere Organismen haben. Stoffe wie die oben aufgeführten kosmetischen Inhaltsstoffe sind daher von einem Verbot ausgeschlossen.

Der „BUND“ hat zusammen mit anderen Umweltverbänden hierzu eine ausführliche Stellungnahme formuliert. Die Kernaussage: Die EU-Kosmetikverordnung richte sich zu sehr danach, was die Industrie sich wünsche. Nicht danach, was den Verbraucher schütze.

Untersuchte und nicht untersuchte Parabene

Auch Parabene gelten derzeit entsprechend der EU Definition “nur” als endokrin aktive Substanzen (EA). Auch das „Bundesinstitut für Risikobewertung“ (BfR) misst ihnen eine geringe Toxizität bei und verweist darauf, dass andere Konservierungsstoffe häufig ein deutlich höheres allergisierendes Potenzial haben. Vier Parabenarten wurden in Studien an Ratten untersucht: die größeren Butyl- und Propylparabene und die kleineren Methyl- und Ethylparabene.

  • Für Butyl- und Propylparabene wurden Höchstkonzentrationen von 0,19 Prozent in kosmetischen Produkten festgelegt,

  • für die etwas weniger kritischen Methyl- und Ethylparabene eine Grenze von 0,4 Prozent.

Bei anderen Parabenarten fehlt es an eindeutigen Forschungsbefunden. So können die Auswirkungen von Isopropyl-, Isobutyl- und Phenylparabenen nicht ausreichend eingeschätzt werden. Das „BfR“ rät Kosmetikherstellern daher von einer Verwendung dieser Parabene ab.

Über Grenzen und den Cocktaileffekt

Vier Paraben-Arten sind in gewissen Mengen also in kosmetischen Produkten erlaubt. Institut und Kommission berufen sich dabei auf den Schweizer Arzt Paracelsus und dessen berühmten Satz: „Die Menge macht das Gift.“ Hier kommt unter anderem Widerspruch vom „BUND“: “Da sich die Wirkung der Stoffe aus verschiedenen Quellen im Körper aufsummiert, kann so ein gefährlicher Hormoncocktail zusammenkommen.“ Tatsächlich weisen Wissenschaftler im menschlichen Blut regelmäßig eine ganze Reihe hormonell wirksamer Chemikalien nach, darunter auch Parabene und UV-Filter aus der Kosmetik. Dabei werden teilweise bereits Konzentrationen erreicht, die im Tierversuch zu Gesundheitsschäden geführt haben.” Dies ist in der viel beachteten Studie der Organisation zum Thema hormonell wirksame Stoffe in Kosmetik nachzulesen. „Wer also ein parabenhaltiges Duschgel mit einem Sonnenschutz kombiniert, der potenziell hormonell wirksame Filter enthält, könnte die für einzelne Produkte festgelegten Mindestgrenzen schnell und täglich überschreiten,” so Dr. Mandy Hecht.

Wenn Du hormonell wirksame Stoffe meiden möchtest, solltest Du auf Kosmetik ohne Parabene und Sonnenschutz mit mineralischen statt chemischen Filtern zurückgreifen. Manche Hersteller bewerben ihre Produkte mit der Bezeichnung „ohne Parabene“. Dann sind zwar keine Parabene enthalten, dafür werden oftmals andere bedenkliche Konservierungsmittel eingesetzt. In zertifizierten Naturkosmetik-Produkten sind beispielsweise keine kritischen Konservierungsmittel oder UV-Filter enthalten. Doch auch viele kleinere Hersteller ohne Siegel ziehen nach. Daher solltest Du die Inhaltsstoffe auf der Rückseite der Verpackung genauestens studieren. Mit CodeCheck kannst Du ganz einfach herausfinden, ob das entsprechende Produkt Stoffe enthält, die wie Hormone wirken können. Besonders häufig belastet sind laut der BUND-Studie übrigens teure Markenprodukte und Sonnenschutzcremes. Ein hoher Preis ist also kein Garant für ein gutes Produkt beziehungsweise ersetzt das genaue Studium der Inhaltsstoffe nicht!

Rolf O.Flach Heilpraktiker (seit 46 Jahren!).....gut, was?